16. Januar 2012

Gut angelegt

Verflixt nein, nicht nochmal! Wenn die Wirbel wirbeln sagt der Rücken: „Rien ne va plus“, und sagt er das, lässt er es mich auch spüren. Dann wird jeder Weg mühsam. Zu meinem eigenen Besten bleibe ich die Antwort nicht lange schuldig. Mein „Geheimrezept“ ist die Osteopathie, eine Alternative etwas abseits der schulmedizinischen Möglichkeiten und deshalb suspekt, von ihr kritisch beäugt bis belächelt.

Was nicht sein darf, kann nicht sein und so wird abgelehnt, was unbekannt ist,- was der Bauer nicht kennt … ! Einfach ist es nicht in Schweden eigene Wege zu gehen, weil die medizinische Versorgung feststeckt  im staatlich verordneten System und Alternativen es schwer haben, Fuß zu fassen. Das ist Ausdauer gut angelegt. Ich fahre bis nach Kalmar dafür. 
 
Die heilsame Methode ist kein Wunder, aber man erlebt sein „blaues“ damit, wenn Selbstheilungskräfte wirken. Ungeahnte Kräfte schlummern in jedem von uns. Sie bleiben ungenutzt, wenn sie nicht angesprochen werden, dabei können sie so viel bewirken. Eine Kostenfrage?, ja vielleicht, aber setzt man den Nutzen dagegen, so ist die Balance schnell gegeben.

Ich bin  zuerst selbst gefragt, in mehrfacher Hinsicht: kein Arzt, kein Medikament, kein Abgeben der Selbst-Verantwortung. Von außen wirkt der Anstoß, der die Kraft in Gang setzt,sonst nichts. Der Körper kann selbst heilend auf sich wirken, wenn ich die Ursache behebe anstatt „zuzudecken“.

Es ist die Art und Weise mit sich selbst umzugehen, die mir behagt. Die Gedanken, sich frei zu entscheiden und die körperliche Balance aus sich selbst heraus wiederzugewinnen. Das hat etwas sehr Positives, Motivierendes. Das ist in der schulmedizinischen Vorgehensweise nur selten möglich, in Schweden leider noch weniger als in Deutschland.

Sich selbst bewusst werden ist hier besonders gut angelegt und bekommt seine Bedeutung im Psychischen wie im Physischen. Es geht um Selbstbestimmung. „Mein Körper gehört mir“ (meine Seele erst recht) gewinnt neue, ungeahnte Bedeutung! Allzu bequem wird es, wenn ich die Entscheidung über mich in fremde Hände gebe. Die beratende Funktion weicht immer mehr einem Allmachtsgebahren: Laie gegen Profi. Aber Medizin ist Dienstleistung, Dienst am Menschen braucht Respekt, Einfühlungsvermögen und auch Wissensvermittlung: emphatisches, soziales und kognitives Vermögen auf hohem Niveau ist gefragt. Das geht nicht mit Titeln und Ämtern einher.

Wo das nicht zu finden ist, ist der alternative Weg eine Möglichkeit, so sie vorhanden ist. In Schweden sind  Alternativen dünn gesät, zumal auf dem Land. Dann sind weite Wege und Ausdauer tatsächlich gut angelegt.


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2 Kommentare:

schöngeist for two hat gesagt…

o ja diese Form ist wirklich so gut für den Körper und Seele und endlich los zu lassen alles was darin versteckt sich!
Ich habe viel Menschen erlebt die das machten und so eine gute Besserung ihr befinden wurde .. schade dass dort das noch so rar gibt!
Ausdauer und viel Geduld wünsche ich dir trotzdem auch wenn der Weg so lange ist!

Lieben Gruss Elke

Smultron hat gesagt…

Hej Elke,
bin ZUM GLÜCK fündig geworden, in der Stadt Kalmar! Eine junge Frau, die ihr Handwerk versteht!!!!!!

lg
Beate