Das hier war mir von Anfang an aufgefallen. Jedesmal beim Vorüberfahren suchte sich die Logik mit Mühe eine Antwort auf die Frage: "Wer schichtet hier über hunderte von Metern Stein für Stein zu einem Geröllfeld auf?" Keine Steine, eckig und kantig, wie sie der Straßenbau zurücklässt, sondern runde große Rollsteine.
Dann „lief“ mir aus heiterem Himmel ein Begriff über den Weg, der mir die Bedeutung der Geröllhalde erklärte: „Littorina“! Ein seltsames Wort, das Verbindung zur nordischen Erdgeschichte schafft.
Das Littorina Meer, der Vorläufer der Ostsee, schmirgelte und rundete, was sich da zentnerschwer und tonnenweise entlang der Straße erstreckt. Es ist altes Meeresgestade!
Vor ungefähr 7000 Jahren wäre ich an dieser Stelle (Bild oben) im Wasser gestanden. Vom Haus, in dem ich nicht weit von hier wohne, würde mit etwas Glück noch das Obergeschoss herausragen. Die gesamte Stadt läge im Wasser. Von den Häusern, die heute an der Uferzone liegen, wäre nichts zu sehen.
Damals begannen Menschen die Landschaft vom Süden her zu besiedeln. Sie folgten dem zurückweichenden Eis. Die Veränderung der Landschaft vollzog sich unmerklich in Jahrtausenden. Mit dem schwindenden Eisdruck setzte eine Landhebung ein, die sich heute noch fortsetzt.
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6 Kommentare:
intressant warum so was da ist!
Lieben Gruss Elke
Ja, erstaunlich unsere Welt
lg, smultron
Ja sieht richtig schön aus.Wunderschöne Landschaft.
Schöne Woche und liebe GRüße Jana
Hej Jana,
danke, Dir auch schöne Woche. Nun ist alles verschneit, ein völlig neues Landschaftsbild!
lg
smultron
Und hier herrscht laue Frühlingsluft. Die ersten Gärtner habe ich heute schon in den Gärten erwischt...
Deine steinreiche Erzählung ist sehr interessant. Habe so viel aus dem Erdkundeunterricht vergessen. Danke dafür.
Grüße in den Abend, Jo
Hej Jo,
wenn Steine erzählen könnten!!!
Mittlerweile liegen die Felsen unter Eis und Schnee und sind nur mit Vorsicht zu genießen. Es ist schweinekalt ;-)
lg
smultron
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