17. Januar 2012

Das, was kommt!

In den Wohnstuben hat er sein Platzrecht verloren. Das war am 13., zu "Knut", also vor vier Tagen. Auch auf meine Terrasse will er nicht mehr so recht passen. Er wirkt wie einer aus einer anderen Welt, der aus Schnee, weiß und weich wie Watte und dem Duft von Eis.

In unseren Gedanken liegen Lichterbaum und Schnee so nahe beieinander, dass es schwer war, sich mit den Worten: “Es ist Weihnachten“, zufrieden zu geben. Gut, dass es Erinnerungen gibt.

Nun haben sich zu den Kerzenlichtern zwischen feuchten Nadelzweigen Wassertropfen gesellt, kleine halbrunde Glaskugeln mit Schattenrändern. Die dunkelste Zeit liegt hinter uns. Zu den drei Wochen vor der längsten Nacht, kamen die drei Wochen nach der längsten Nacht.

Nach einem düsteren Regentag sind die Lichter der Tanne gegen das Sonnenlicht müde geworden, das jeden Tag ein Stück näher rückt. Ständig drängt sich das Wort "vorwärts" in meine Gedanken.



Immer noch ist Januar. Die Schritte, die die Helligkeit vorwärts strebt sind klein. Das Gefühl verbindet stets mehrere Tage miteinander, um der Ahnung von mehr Licht recht zu geben.

Die Wolken stehen still. Es ist das diffuse Sonnenlicht, das sich seinen Platz dazwischen sucht. Hellgelb gibt es sich den Raum, den es braucht, bis sich die Schleuse für das Gleißen öffnet, überfließende Liebe zu neuem Leben. 




***

2 Kommentare:

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

ein herrliches Foto ist das. Die Äste so von hinten angestrahlt, dass sieht echt fantastisch aus.

Liebe Grüße
Jutta

Smultron hat gesagt…

Hej Jutta,

Danke!, vll sieht man auch, dass sich das Licht an den Eiskristallen brach, die jeden Zweig überzogen haben.

lg
Beate