In beinahe regelmäßigen Abständen fauchen sie um die Ecke und prügeln sich mit den Reisigwipfeln der Birken. So zumindest sieht es aus, wenn die Böen der wilden Dagmar durch das Wäldchen hinter dem Haus fegen.
Das geht nun seit vier Tagen so. Dazwischen trübt kein Lüftchen das Wasser, aber das ist nur wie Luft holen vor dem nächsten Angriff. Die Auswirkungen kommen stehenden Fußes. Tausende Häuser sind ohne Strom, weil die Leitungen, die in Schweden vielfach noch überirdisch verlegt werden, von umstürzenden Bäumen getroffen wurden.
Ohne Strom sein, das habe ich in Schweden schon öfter erlebt. Und natürlicherweise geht das sehr plötzlich. Da ist es ratsam rechtzeitig seine „sieben“ Sachen zusammen zu suchen: Taschenlampe, Streichhölzer, Kerzen, eine Thermoskanne mit heißem Wasser. Es ist unangenehm danach im Finstern suchen zu müssen.
Die Sonne blinzelt zwischen den Wolken durch. Nach einer weiteren wilden Nacht hat sich Dagmar am Morgen zur Ruhe gelegt. Gut, dass ich den Weihnachtsbaum in diesem Jahr nur mit elektrischen Kerzen geschmückt habe. Die sitzen fest auf den Zweigen. Von den rotgoldenen Päckchen und Sternen hätten sicher viele längst Flügel bekommen.
***
2 Kommentare:
Hoffe, die wilde Dagmar verwandelt sich in eine milde und bringt mehr Licht.
Dein Blog gefällt mir, hier werde ich bestimmt wieder vorbeischauen.
Herzliche Grüße,
Jo
Hej Jo,
das freut mich aber, dass Dir mein Blog gefällt. Das mit dem Licht ging für uns ja glimpflich aus und Sonne wird es auch wieder mehr
lg smultron
Kommentar veröffentlichen