Kein Wunder, sind die Abende doch noch lang und die Nächte besonders dunkel in unserer Empfindung. Mit der Wintersonnenwende beginnt nach altem Brauch die Zeit der Raunächte. Dunkelheit weckt im "Tagtier Mensch“ eigene Gedanken und seine andere Seite: "Nachts sind alle Katzen grau!" Im Winter kann das auch tagsüber sein.
Gestalten erwachen zum Leben, die sich sonst in Zwischenwelten aufhalten. Gestalten, die Abgründe menschlichen Seins widerspiegeln. Mit Räucherwerk wird im alten Jahr das Böse aus Stube, Kammer und Stall verbannt. Das findet sich in allen Religionen wieder: Zukunftsvorhersage, das Glück beschwören, denn das Neue, Kommende soll rein und makellos sein wie das Licht.
Der Schnee lässt auf sich warten. Ich bin nicht enttäuscht darüber. Es ist leichter in der schneelosen Landschaft die nähere Umgebung besser kennenzulernen. Einschränkungen sich in Wald und Flur fortzubewegen gibt es dann nicht.
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Der Fußpfad führt in engen Kehren steil bergan. Das Trollvolk soll hier zu Hause sein, Freunde des Riesen Garpe, der an dieser Stelle zum Felsen wurde, gleich neben der Bucht von Gamleby. Es dauert nicht lange und ich begegne den ersten: Zu Riesen passen Zwerge, Kopffüßer und Kopflose, Drachen und Mischwesen, halb Mensch und halb Tier.
Aus Steinen wachsen die Körper, langhaarig und von massiver Gestalt. Bärtige Wesen glotzen hinter Felsen hervor oder bewachen den Eingang zu kleinen Schluchten. Auf Schritt und Tritt fangen sie das Auge des Betrachters und entführen ihn in die Welt des Zwischenreichs.
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3 Kommentare:
wundersam diese Bilder von dem Trollvolk.. ja es ist eine andere Welt gewiss!
Ja, der Schnee fehlt um ein anderes Gefühl zum Winter zu bekommen!
Lieben Gruss Elke
Liebe Beate,
das sind ja tolle Wesen, schön und unheimlich zugleich. Da kann ich mir gut vorstellen, dass uns in der Dämmerung oder in der Nacht unsere Fantasie einen Streich spielt, wenn man ihnen begegnet.
Liebe Grüße
Jutta
Hej Elke und Jutta,
die Dunkelheit verändert die "Chemie im Menschen", die Wahrnehmung ist dann eine völlig andere. Das bekommen wir in den Ängsten zu spüren!
lieben Gruß nach D
Beate
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